Das Werk von Katja Vassilieva bewegt sich am Rande des Figurativen oder figurativer Fiktion. In ihrer Malerei konfrontiert uns die Künstlerin mit unterschiedlichsten Raumvorstellungen, in denen die Farbe zum Symbol der Zeit wird, deren Ausdehnung in der Intensität der Farbskala beschlossen liegt.

Auf der Ebene des Bildes kreuzen sich Vergangenes, Gegenwärtiges und Zukünftiges – oder in den Worten des Poeten "seit langer Zeit schon tote Vögel fliegen durch unsere Körper".

Ich aber fand immer, dass hinter den Überschneidungen der Bildebenen und im Aufeinandertreffen der Farben das wahre Subjekt liegt, das ich hartnäckig zu deuten versuche. Es ist schwer zu fassen, aber doch zu ahnen.

Die Spannweite von K.Vassilievas Malerei liegt zwischen Anspielung und der Erregung des Wiedererkennens.

Die von Vassilievas Bildern ausgehenden Strahlen des Lichtes gleichen zitternden Wesen. Und es scheint so, dass sie jeden Moment die Realität durchdringen können, als wäre diese aus Seidenpapier.

"Farben und Schatten" von Oleg Schischkin

aktuell
Katja Vassilieva/Ewald Walser
Galerie Schloss Puchheim
(9. März 2012)
Einladung (pdf-Datei)