Das
Werk von Katja Vassilieva bewegt sich am Rande des Figurativen oder
figurativer Fiktion. In ihrer Malerei konfrontiert uns die Künstlerin
mit unterschiedlichsten Raumvorstellungen, in denen die Farbe zum
Symbol der Zeit wird, deren Ausdehnung in der Intensität der
Farbskala beschlossen liegt.
Auf der Ebene des Bildes kreuzen sich Vergangenes, Gegenwärtiges
und Zukünftiges – oder in den Worten des Poeten "seit
langer Zeit schon tote Vögel fliegen durch unsere Körper".
Ich aber fand immer, dass hinter den Überschneidungen der Bildebenen
und im Aufeinandertreffen der Farben das wahre Subjekt liegt, das
ich hartnäckig zu deuten versuche. Es ist schwer zu fassen,
aber doch zu ahnen.
Die Spannweite von K.Vassilievas Malerei liegt zwischen Anspielung
und der Erregung des Wiedererkennens.
Die von Vassilievas Bildern ausgehenden Strahlen des Lichtes gleichen
zitternden Wesen. Und es scheint so, dass sie jeden Moment die Realität
durchdringen können, als wäre diese aus Seidenpapier.